Kreis: Altenkirchen Verbandsgemeinde: Wissen
In der überwiegend bewaldeten Hügellandschaft zwischen dem Westerwald und dem Siegerland gelegen, umfasst das Gebiet der Verbandsgemeinde Wissen auf einer Fläche von 92 qkm neben der Stadt Wissen die Ortsgemeinden Birken-Honigsessen, Hövels, Katzwinkel (Sieg), Mittelhof und Selbach (Sieg) mit insgesamt 16.500 Einwohnern. Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde ist die Stadt Wissen (Stadtrechte seit 1969), die zugleich die Funktion eines Mittelzentrums erfüllt und gewerblicher Entwicklungsort ist.
Von Nordosten in südwestliche Richtung fließt die Sieg in geographisch reizvoller Umgebung durch das Gebiet der Verbandsgemeinde Wissen. Im nahen Umfeld gibt es zahlreiche Bachtäler mit der Möglichkeit zum Wandern. Von besonderem kulturhistorischen Interesse ist die barocke Ausstattung der katholischen Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ in Wissen mit dem Hochaltar aus dem Kloster Grafschaft (Westfalen), den Seitenaltären und der Kanzel aus dem Kloster „Marienthal“ (Kreis Altenkirchen) und einem Orgelprospekt aus dem Dom zu Wetzlar; ferner der Taufstein (1. Hälfte 13. Jahrhundert), schöne Paramente (16./17. Jahrhundert) und Deckenmalerei von Peter Hecker. Eine der wenigen erhaltenen Fachwerkkirchen in Rheinland Pfalz ist die katholische Kapelle „St. Sebastian“ (erbaut 1714) südöstlich von Wissen „auf dem Heister“, auch Heisterkapelle genannt. Auf steilem Felsen über der Mündung des Elbbaches in die Sieg (Stadtteil Schönstein) liegt das Schloß (Burg von Hatzfeldt-Wildenburg), erbaut von denen von Aremberg, 1255 zuerst genannt (Außenbering, Fundamente und Keller noch mittelalterlich, aufgehendes Mauerwerk und Gesamterscheinung 16. bis 18. Jahrhundert mit Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert.
Die Ursprungssiedlung im Rodungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese wird 1048 der Wisnerofanc genannt und kam möglicherweise kurz vor 1200 an die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln. Nach deren Aussterben 1281 zog das Erzstift Köln das Kirchspiel Wissen links der Sieg mit der Burg Schönstein, heute allgemein Schloß genannt, als erledigtes Lehen ein. Der rechts der Sieg gelegene Teil des Kirchspiels blieb den Herren von Wildenburg. Mit Schönstein erwarb die Linie Werther des Hauses Hatzfeldt-Wildenburg auch Wissen links der Sieg als kurkölnisches Lehen. Nach dem nassauischen (1803) bzw. Großherzogtum Berg’schen (1806) Zwischenspiel wurden beide Teile des Kirchspiels 1815 unter preußischer Herrschaft vereinigt.
Von Nordosten in südwestliche Richtung fließt die Sieg in geographisch reizvoller Umgebung durch das Gebiet der Verbandsgemeinde Wissen. Im nahen Umfeld gibt es zahlreiche Bachtäler mit der Möglichkeit zum Wandern. Von besonderem kulturhistorischen Interesse ist die barocke Ausstattung der katholischen Pfarrkirche „Kreuzerhöhung“ in Wissen mit dem Hochaltar aus dem Kloster Grafschaft (Westfalen), den Seitenaltären und der Kanzel aus dem Kloster „Marienthal“ (Kreis Altenkirchen) und einem Orgelprospekt aus dem Dom zu Wetzlar; ferner der Taufstein (1. Hälfte 13. Jahrhundert), schöne Paramente (16./17. Jahrhundert) und Deckenmalerei von Peter Hecker. Eine der wenigen erhaltenen Fachwerkkirchen in Rheinland Pfalz ist die katholische Kapelle „St. Sebastian“ (erbaut 1714) südöstlich von Wissen „auf dem Heister“, auch Heisterkapelle genannt. Auf steilem Felsen über der Mündung des Elbbaches in die Sieg (Stadtteil Schönstein) liegt das Schloß (Burg von Hatzfeldt-Wildenburg), erbaut von denen von Aremberg, 1255 zuerst genannt (Außenbering, Fundamente und Keller noch mittelalterlich, aufgehendes Mauerwerk und Gesamterscheinung 16. bis 18. Jahrhundert mit Restaurierungen im 19. und 20. Jahrhundert.
Die Ursprungssiedlung im Rodungsbezirk am Rande der Kölner Erzdiözese wird 1048 der Wisnerofanc genannt und kam möglicherweise kurz vor 1200 an die Herren von Aremberg, Burggrafen von Köln. Nach deren Aussterben 1281 zog das Erzstift Köln das Kirchspiel Wissen links der Sieg mit der Burg Schönstein, heute allgemein Schloß genannt, als erledigtes Lehen ein. Der rechts der Sieg gelegene Teil des Kirchspiels blieb den Herren von Wildenburg. Mit Schönstein erwarb die Linie Werther des Hauses Hatzfeldt-Wildenburg auch Wissen links der Sieg als kurkölnisches Lehen. Nach dem nassauischen (1803) bzw. Großherzogtum Berg’schen (1806) Zwischenspiel wurden beide Teile des Kirchspiels 1815 unter preußischer Herrschaft vereinigt.
Burgen & Schlösser
Westerwald
Objekt-Nr.: 13499
Das Schloss Schönstein wurde erstmals 1255 urkundlich erwähnt. Ab 1281 diente die Burg dem Erzstift Köln als Pfandobjekt. 1589 erhielt Hermann von Hatzfeldt-Werther das Schloss als Würdigung seiner Verdienste. Inzwischen hatte das Schloss stark gelitten. 1594 bezifferte Hermann von Hatzfeldt-Werther die Summe für die Arbeiten am Schoss auf 16.000 Gulden. Der Bau des neuen Rathauses in Siegen (1583
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