Der Brunnenstollen Wassertunnel) diente zur Wasserversorgung des Schlosses und des Ortes. Stärkere Wasseraustritte im Quellbachtal wurden gesammelt und durch einen begehbaren Tunnel in Richtung Trippstadt umgeleitet. Die Anlage wurde im Gegenortverfahren (wie in der Antike)ausgeführt. Das benötigte Profil wurde in den Buntsandstein gehauen bzw. kontrolliert hinein gesprengt. Ein Teil der Anlage (Die beiden Sauger und Teile des Hauptsammlers) wurde in offener Bauweise als Trockenmauer mit abdeckenden Gewölben ausgeführt. Einige Spezialisten auf diesem Gebiet sind der Ansicht, dass es sich beim Trippstädter Brunnenstollen um ein in Europa einmaliges historisches Baudenkmal aus der ausklingenden zweiten Hälfte des 18. Jh. handelt.
Führungen sind zwischen Mitte Mai und Ende August möglich.