Im Jahre 1324 verlieh Kaiser Ludwig der Baier dem Grafen Gottfried von Sayn für geleistete Waffenhilfe gegen seinen Nebenbuhler Friedrich den Schönen von Österreich dem "Flecken Friedewald" die gleichen Rechte, über die die freie Reichsstadt Frankfurt verfügte. Vermutlich befand sich damals schon auf der Bergnase mitten im Ort eine befestigte Anlage, welche im Laufe der Zeit zu einer schönen Burg ausgebaut wurde. Die Verwaltungs- und Gerichtssitze wurden von Daaden nach Friedewald verlegt, von wo aus mehrere hundert Jahre lang ein saynischer Amtmann den ganzen Bereich des damaligen Kirchspiels Daaden verwaltete. Nach 1800 geriet das Schloß in Verfall. Im jahre 1885 erwarb Graf Alexander von Hachenburg das Schloß seiner Vorfahren für 5 Reichstaler und ließ es wieder in bewohnbaren Zustand versetzen. Im Jahre 1912 ging das Besitztum an Prinz Otto zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg über, der kurz vor dem ersten Weltkrieg noch weitere große Nebenbauten errichten ließ. Im Jahre 1954 ist es von der Evangelischen Sozialakademie als Tagungs- und Schulungsstätte angekauft worden. Sie ist die einzige Einrichtung dieser Art der Evangelischen Kirche in Deutschland.Der Schloßkomplex bildet einen etwa rechteckigen Bering. Das Erdgeschoß des straßenseits gelegenen Ostflügels mit dem Zwiebelhaubenturm und der Südflügel stammen aus dem 16./17. Jahrhundert. Das Obergeschoß des Ostflügels und der Nordflügel mit seinem Fachwerk wurden 1913 - 14 errichtet.Wer durch den Torbogen des Ostflügels den Innenhof betritt, blickt auf das Hauptschloß, dessen Renaissancefassade reich mit Pilastern, Gesimsen, Reliefs und Figurennischen gegliedert ist. Der große Mittelsaal im Innern kann nur bei besonderen Anlässen besichtigt werden. Im Hof schöner alter Brunnen. Im Schloßpark 5 Mammutbäume. Von der Terrasse aus Blick in Richtung Daaden.
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