Ältestes Baudenkmal der Stadt ist die Ruine der ehemaligen Stiftskirche St. Maria Magdalena. Sie war das Gotteshaus eines Augustinerchorherrenstiftes, das 1119 von dem Wormser Adligen Erkenbert gegründet wurde und liegt am Rathausplatz, mitten in der Stadt, zwischen Rathaus, der St. Dreifaltigkeits- und der Zwölf-Apostel-Kirche. Erhalten sind die eindrucksvolle Westfassade der ehemals dreischiffigen, sechsjochigen und ungewölbten Pfeilerbasilika, die nördliche Seitenschiffswand, der spätgotische Lettner und ein Turmunterteil, das in den Bau der benachbarten Zwölf-Apostel-Kirche einbezogen wurde. Erkennbar sind auch Ansätze einer ehemals gewölbten Vorhalle. Das Säulenstufenportal der Westfassade, formal dem Nordportal des Wormser Domes verwandt, zeigt ausgereifte Blattwerkornamente und Tierfiguren an Kämpfern und Archivolte. Im Volksmund ist der Bau als "Erkenbert-Ruine" bekannt.
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