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Anschrift

Schloss Grünhaus bei Mertesdorf


54318 Mertesdorf

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Baudenkmäler



Ursprünglich trug es den Namen "ad valles" = zu den Tälern und gehörte der Benediktinerabtei St. Maximin in Trier. Schon 966 bestätigte Kaiser Otto I. der Abtei diesen Besitz. Die Bezeichnung "Grünhaus" taucht erstmalig im Jahre 1334 auf. 1457 verpachtete das Kloster dieses Hofgut an sogenannte Höfer, die laut Gehöfeordnung den vierten Teil der Ernte dem Kloster abliefern mussten. Nach der ersten Landvermessung im Kurstaat Trier 1720 bestand der gesamte Weinbergsbesitz aus 151.935 Stöcken. Damit gehörte Grünhaus zu den größten Weingütern der Reichsabtei St. Maximin. Als 1802 die Besitzungen des Klosters St. Maximin säkularisiert wurden, gelangte auch Grünhaus in Privathand. 1828 erhielt Grünhaus die Qualität als landagsfähiges Rittergut. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel kaufte 1882 der bekannte Saar-Industrielle Carl von Stumm aus Neunkirchen das Weingut. Durch Hairat kam das Gut an die Familie von Schubert, die es heute noch besitzt.

Das Wohngebäude stammt wohl noch in seiner Grundanlage aus spätgotischer Zeit und wurde, wie ein Schlussstein mit der Jahreszahl 1638 zeigt, damals verändert. Charakterisiert wird das Gebäude durch den Treppengiebel auf den Kurzseiten und ein hohes Satteldach mit zwei steilen Dachgauben. Dies verleiht dem Gebäude ein palastartiges Aussehen.


Das neben diesem Wohnhaus stehende Kavalierhaus, die sogenannte Marienburg, wurde in den Jahren 1857/59 in gotischen Formen erbaut.

Neben dem Weinbau wird auf dem Schlossgut Grünhaus auch Landwirtschaft betrieben, die dazugehörenden Ökonomiegebäude liegen in der Nähe des Schlosses neben dem Bahnhof Grünhaus-Mertesdorf. An die ehemaligen Besitzverhältnisse erinnern heute noch die Weinlagenbezeichnungen: Grünhäuser Maximiner Bruderberg, Grünhäuser Maximiner Bruderberg, Grünhäuser Maximiner Herrenberg, Grünhäuser Maximiner Abtsberg.