Die Kreuzkapelle steht von weitem sichtbar auf dem Kreuzberg über Winnweiler. Die kleine Wallfahrtskirche wurde 1728 erbaut. Dies geschah während der Regierungszeit der Herzöge von Lothringen in der Grafschaft Falkenstein, die später durch Heirat zum Hause Habsburg kam. Baron von Langen, ein Verwaltungsbeamter der Reichsgrafschaft, ließ die Kapelle errichten, auf dem Weg zur Kapelle Kreuzwegstationen aufstellen und Linden pflanzen. Bald nach der Erbauung richtete sich der Eremit Bruder Guido Weis eine Klause ein und übernahm die Pflege des Kirchleins. Das Habsburgische Haus gab Spenden zum Bau der Kirche und im Volksmund heißt es, dass Kaiserin Maria Theresia ein selbst gefertigtes Meßgewand gestiftet habe, wonach die Kapelle auch den Namen "Maria-Theresien-Kapelle" trägt. Der Zustrom zur Kapelle an Wallfahrtstagen (Fest des Hl. Wendelins, Kreuztage) war so groß, dass sich bis zu 2000 Menschen auf dem Berg einfanden. Die Kapelle wurde bis 1764 wesentlich vergrößert und die Eremitage erhöht, die übrigens noch heute bewohnt wird. Im Jahre 1840 wurde der Dachreiter zwischen Kapelle und Eremitage abgenommen und der Turm errichtet. Über viele Jahrzehnte war das Gotteshaus auch Grabstätte für die kaiserlichen Beamten des hiesigen Oberamtes. Die Innenausstattung stammt vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert. An Holzschnitzarbeiten sind die Pieta und Christus im Grab zu erwähnen. Im Sockel des Hauptaltars befindet sich ein altes Holzgemälde des Abendmahls. Das wertvollste Ausstattungsstück ist ein großes Gemälde an der Nordwand, das die Heilige Familie darstellt und von einem Schüler Raffaels stammen dürfte.
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