Die Kirche St. Marien wurde in den Jahren 1717-1725 erbaut. Ihr quadratischer Turm mit der doppelten Barockhaube gilt als Wahrzeichen von Bad Breisig. Ein barockes Pilasterportal mit geschweiftem Giebelaufsatz und der Jahreszahl 1718 im Türsturz führt in die Kirche. Rechts befindet sich der 1977 errichtete Erweiterungsbau. Die Kirche ist ein einschiffiger, fünfachsiger, hochauf-geschossener Hallenbau mit gotisierenden Formen. Hierzu gehört der Kranz der Strebepfeiler, deren geschwungene Abdeckung aber den Barock andeutet. Der Hochaltar stammt aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Ein optisches Gegengewicht zu der reichen Chorausstattung ist die Empore mit dem stattlichen Orgelaufbau. Die Orgel stammt aus einer evangelischen Kirche in Aurich (Ostfriesland) und kam 1959 in die St. Marienkirche. Weiterhin befindet sich im Inneren der Kirche ein wertvolles Silberkreuz mit Kreuzreliquie aus der Donatuskapelle des Templerhofes sowie ein Teil eines römischen Votivaltars, gefunden am Vinxtbach.