Bei dem obergermanisch-rätischen Limes (lateinisch: Grenzweg, Grenze, Grenzwall) handelt es sich um eine in der römischen Kaiserzeit gegen Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. errichteten Grenzanlage. Diese war militärisch gesichert und diente als Kontrolleinrichtung des römischen Imperiums gegenüber Germanien.
Auf einer Gesamtlänge von über 500 km erstreckte sich der römische Limes vom Rhein bis zur Donau. Mit dieser Ausdehnung bildet der Limes eines der hervorragensten archäologischen Denkmäler Mitteleuropas und wurde zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO angemeldet.
Charakteristisch für den Limes waren neben Wall und Graben auch Holzpalisaden sowie in regelmäßigen Abständen Wachtürme, Kastelle und Badeanlagen.
Noch heute kann man nach 2000 jähriger Geschichte gerade in der Verbandsgemeinde Bad Hönningen mit der Ortsgemeinde Rheinbrohl den historischen Verlauf des Limes in der Landschaft erkennen. Ehemalige Standorte der Wachtürme, ebenfalls noch gut erkenntlich, sind mit Schildern gekennzeichnet.