Bau- und Kunstdenkmal, das lange vor dem Ort Bosenbach entstand. Der Ort selbst wurde urkundlich zum ersten Mal 945 erwähnt. Es wird vermutet, dass die Fundamente des Turmes noch aus der Vorrömerzeit stammen. Das Landesamt für Denkmalpflege führte nach Untersuchungen das Eichenholz im Turminnern auf eine Fällung in den Jahren 1300-1310 zurück und die Secco-Malereien an den Wänden sollen 1320/1340 enstanden sein. 1989 wurde der Turm saniert, nachdem man 1985 einen Förderverein zur Erhaltung des Turmes gegründet hatte. Behauene Steinquader im Mauerwerk lassen einen vorchristlichen Tempel vermuten. Ein am Turm angebautes Längsschiff (Holzkonstruktion) wurde 1834 aufgrund der Baufälligkeit abgerissen. Die Wandmalereien sind Darstellungen aus der Zeit der Gotik. Bekannt wurde der Palmeselchristus (Jesus auf einem Esel mit Palme) in den Malereien. Auffällig sind die Fratzen in den Gewölbezwickeln, welche durch spätere Einfügungen in die christlichen Motive böse Geister abwehren sollten. Die Wolfskirche erhielt ihren Namen durch eine Geschichte, so wird es erzählt: Nahe der Kirche weidete ein Schäfer seine Herde, als sich ein Wolf aus dem Gebüsch stürzte und eines der Schafe in Richtung der Kirche trieb. Das flüchtende Tier umrundete mehrmals die Kirche bevor es den offenen Eingang erspähte und hineinrannte. Der Wolf dicht auf seinen Fersen wollte folgen, aber das Portal der Kirche war wie durch eine unsichtbare Hand verschlossen worden. Heulend rannte der Wolf davon.
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