Seit dem Spätmittelalter befanden sich in zahlreichen Gebäuden rund um den Marktplatz Laubengänge, so dass der Platz auch bei schlechtem Wetter trockenen Fußes umrundet werden konnte. Im 18. Jh. wurden die Gänge jedoch entweder überbaut oder abgerissen. Der achteckige Pavillon am Hahnenbach stand früher im weitläufigen Garten des Piaristenkollegs ( 11.). Das an der Ostseite gelegene Art-deco-Haus (Steinweg 2) wurde 1922 errichtet. Die Fassade wird von einer Büste geziert, die den Gott Merkur darstellt. Darunter sind eine Waage, ein Segelschiff und diverse Handelsgüter zuerkennen. Sie verdeutlichen, dass es sich um das Haus eines Händlers handelte. Das 1593 erbaute Haus Lagrange (Steinweg 8) gilt als das schönste Fachwerkhaus der Kirner Innenstadt. Die Schnitzereien am Fachwerk zeugen vom Wohlstand des Erbauers. An Frontfassade befinden sich zwei Neidköpfe. Neidköpfe – die fratzenhaften Köpfe von Tieren, Menschen oder fabelhaften Ungeheuern aus Stein oder Holz gehen auf einen keltischen Brauch zurück – sollten das Unheil und Böse von den Gebäuden und ihren Bewohnern fernhalten.