Eine dreischiffige Basilika wurde um 1230 gebaut, war flach gedeckt und wird eine auf dem Halbkreis stehende Apsis gehabt haben. Von diesem Bau stehen noch Turm und Langhauswände. In der spätesten Gotik, wohl um 1500, wurde ein neuer Chor gebaut. Etwa gleichzeitig mit dem Chorbau wurde das Langhaus verändert. Aus der südlichen Scheidmauer wurden zwei der nördlichen drei Arkaden ausgebrochen, so dass nur ein bzw. zwei Pfeiler stehen blieben. Auf Netzgewölben wurde die Decke des Mittelschiffs niedriger, die der Seitenschiffe höher gelegt, so dass eine Hallenkirche entstand. Die Fenster wurden vergrößert. 1682 wurde an das Südschiff an der Südwestecke ein Vorbau gelegt (Zahl im Türrahmen). 1887 wurde der Chor, 1922 das Schiff ausgemalt, 1931 das Äußere wieder hergestellt. Im Innern birgt die Kirche eine Reihe von Kostbarkeiten. Auf dem linken Seitenaltar befindet sich eine stehende Madonna aus Kalkstein mit polychromer Fassung. Sie wird dem Meister der Karmeliter-Madonna in Mainz Anfang des 15. Jh. zugeschrieben. Sie wurde zunächst als "Trösterin der Betrübten" bis in das Jahr 1745 verehrt. Eine andere Madonna, ein Bildwerk höchster Qualität aus dem 14. Jh., trat durch ein Wunder in den Mittelpunkt der Marienverehrung und Wallfahrtstätigkeit, die bis in die heutige Zeit anhält. An der Südwand, gleich neben dem Eingang, fällt der Blick auf ein großes Ölbild. Es trägt die Darstellung eines Totentanzes. In zwei übereinanderliegenden Reihen sind Szenen des mit geistlichen und weltlichen Menschen tanzenden personifizierten Todes sowie die Auferstehung Christi dargestellt, denen je ein erklärender Vers zugeordnet ist. Dieses Bild, aus dem 17. Jh. stammend, gilt als der einzige im Rheinland vorkommende Totentanz.
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