Ihr heutiges Aussehen erhielt die Kirche erst aufgrund mehrmaliger Umbauten und Erweiterungen. Zunächst errichtete man um 1200 auf den Resten einer Vorgängerkirche eine dreischiffige Basilika mit einem flachen Dach. Hiervon blieb nur der Westturm übrig, der aber ursprünglich eine andere Dachform hatte. Schon am Ende des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche erweitert, sie erhielt einen größeren gotischen Chorabschluss. 1502 erfolgte der endgültige Ausbau, welcher der Kirche ihr heutiges Aussehen verlieh. Die Seitenschiffe wurden verbreitert, hochgeführt und jedes mit einem eigenen Dach versehen. Ebenso erhielt die Kirche, mit Ausnahme des nördlichen Seitenschiffes, ihr heutiges Gewölbe. An die Kirche wurden im 16. Jahrhundert die südliche und 1903 die nördliche Sakristei angebaut. Zur reichen Ausstattung gehört der prächtige Hochaltar von 1705, der dem Heiligen Pantaleon geweiht ist. Auch das Bankwerk der Kirche und mehrere Figuren stammen aus dieser Zeit. Aber auch Gegenstände aus früheren Zeiten zieren den Raum, wie z. B. ein schmiedeeiserner Hängeleuchter aus dem Jahr 1527 und ein hölzener "Ecce homo" aus dem 14. Jahrhundert. In der Kirche befinden sich zwei Seitenaltäre: Der Marienaltar um 1700, und der Herresdorf-Altar, auch Kreuzaltar, um 1630 errichtet. Sehenswert ist auch die Vierzehn-Nothelfer-Kapelle. Hier stehen die 14 Heiligen in lebensgroßen Figuren dargestellt. Hier fand auch der ehemalige Hochaltar der Pfarrkirche eine neue Bleibe. Er zeigt die Lebens- und Leidensgeschichte des Heiligen Pantaleon auf. Außerdem befinden sich hier ein hölzener Reliquienschrein aus dem 15. Jahrhundert sowie ein reich geschmückter Taufbrunnen des 13. Jahrhunderts.
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