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Die Freusburger Mühle


57548 Kirchen

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Baudenkmäler



Die erste urkundliche Erwähnung der Freusburger Mühle erfolgte in einer Schenkungsurkunde des Grafen Diederich zu Sayn, Herr zu Homburg und Freusburg, vom 14. November 1437. Ein weiterer belegter Beweis stammt aus dem Jahr 1660. Es handelt sich hierbei um ein Kirchenbuch von Kirchen über einen Müller von Freusburg. Irgendwann im Laufe der Geschichte, man weiß nicht genau wann, hat die Mühle "die Seite gewechselt". Zunächst stand sie auf der rechten Seite der Sieg, unterhalb des Burgberges. Wahrscheinlich wurde die Mühle im 17. Jahrhundert auf der einen Seite abgerissen und links der Sieg wieder aufgebaut, um die Wasserkraft besser nutzen zu können. Diese Umsiedlung machte jedoch Brücken über die Sieg erforderlich. Zuerst die eigentliche Brücke und später die Vorlandbrücke, um bei Hochwasser bessere Abflussmöglichkeiten für die Sieg zu gewährleisten. Die Mühle war bis zur Aufhebung des Mahlzwanges 1845 eine Bannmühle. Das heißt, dass die Einwohner der Herrschaft Freusburg samt dazugehöriger Ortschaften ihr Getreide nur dort mahlen lassen durften. 1888 wurde die Freusburger Mühle von Karl Bender zu einer Walzenmühle ausgebaut, sodass mit der Verarbeitung von Importgetreide begonnen werden konnte. Bis zu acht Pferde standen noch um die Jahrhundertwende im Stall der Mühle. Das Mehl der Freusburger Mühle wurde bis ins Sauerland und auf den Westerwald gebracht. In den 70er Jahren reichte das Absatzgebiet bis an Rhein und Ruhr. Der Betrieb wurde 1978 eingestellt; lediglich ein Kleinkraftwerk ist dort noch in Tätigkeit und speist die gewonnene Energie in das Netz des RWE/EWS ein.