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In großem Bogen zur Waldkapelle Kisselbach

Hunsrück

,

Mittelrhein

Übersicht
Strecke:
20 km
Dauer:
ca. 2,5 Stunden
Start:
Rheinböllen
Ziel:
Rheinböllen
Art der Route:
Radweg
Beschreibung
Der Anstieg auf den ersten "Buckel" führt von Rheinböllen hinauf zur Waldsiedlung Römerstraße nach ca. 2 km. Sofort geht's rasant wieder hinab nach Mörschbach. Auf freier Strecke mit weitem Blick nach Norden rollt es dann auf bequemem Teerweg übers Feld nach Benzweiler im Tal des gleichnamigen Bachs, wo die tiefste Stelle dieser Tour erreicht ist. Der folgende Aufstieg auf den zweiten "Buckel" wird durch geschickte Teilung und idyllische Routenführung erleichtert: Der erste Teil vor Benzweiler führt über einen Spurplattenweg am Hubertushof vorbei und hält zwei flache Strecken zum Verschnaufen bereit, bevor die zweite Anstiegsstrecke im abwechslungsreichen, ruhigen Wald namens "Riesert" in aller Gemütsruhe zurückgelegt werden kann. Nach einem kurzen Befahren (1/2 km) der Straße Benzweiler - Steinbach führt ein weiterer Waldweg nach einem knappen Kilometer zur 1954 erbauten Waldkapelle, die unerwartet und unvermittelt aus dem Blätterdach der umgebenden Bäume auftaucht. Nach ausgiebiger Pause kann zum zweiten, einfacheren Teil der Tour gestartet werden: Zuerst ist weiter dem Waldrandweg zu folgen. Zur Linken schweift der Blick ins breite Tal des hier noch ganz jungen Simmerbaches, der nach knapp 40 km als durchaus "halbstarkes" Flüßchen bei Kirn in die Nahe mündet. Von hier oben aus ist der noch sehr kleine Bach nur an seinem Baum- und Strauchbestandenen Uferbereich zu erkennen und um so mehr verwundert das breite, abgeflachte Tal: Es zeugt davon, daß bis zur letzten Eiszeit vor etlichen zehntausend Jahren auch der Simmerbach - wie alle Bäche über den Hunsrück - ein breiter, mächtiger Strom war. Kurz vor seinem Ende und nunmehr komplett im Wald sowie für ein kurzes Stück von 300 m auf der Straße Kisselbach - Liebshausen steigt die Route zum letzten Mal kräftig an, hält aber zum Ausgleich sofort eine wunderschöne Strecke in der Forstabteilung "Schimburg" bereit. Auch unseren frühen keltischen Vorfahren muß dieses Stück "Heimat" wohl schon gefallen haben, denn sie haben in einer großen Anzahl von Hügelgräbern hier ihre Toten bestattet. Der vielfach gewundene Waldweg mündet nach 2 km am Sportplatz von Liebshausen auf einen Teerweg, der links um über die Autobahn führt, und kurz danach an dieser entlang für gut 2 km mit den brausenden Autos und LKWs ein absolutes Kontrastprogramm zu den bisherigen Wegen dieser Tour bietet. Umso willkommener ist es, daß der Weg direkt am Hochwildschutzpark mit einladender Gastronomie endet. Von hier bis zum Ausgangspunkt in Rheinböllen ist es schließlich nur noch ein kurzer Katzensprung von etwa 3 Kilometern auf überwiegend talwärts geneigter Strecke.
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