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Geologischer Lehrpfad Gemünden

  Start
Gemünden
  Ziel
Gemünden
  Dauer
2 Stunden
Beschreibung
Am Fuße des Soonwaldes, eines der größten geschlossenen Waldgebiete Deutschlands, liegt Gemünden, das als die "Perle des Hunsrücks" bekannt ist.

Zahlreiche naturschiefergedeckte, historische Fachwerkhäuser im Ortskern von Gemünden sind Spuren einer ursprünglich stark vom Dachschieferbau geprägten Region. Die Erinnerung an die Tradition des Dachschieferbergbaus hält ein als Rundwanderweg angelegter geologischer Lehrpfad mit der Kaisergrube lebendig. Er gewährt einen Einblick in die komplizierte, aber auch faszinierende geologische Entwicklungsgeschichte des Hunsrücks, die über einen Zeitraum von mehr als 400 Mio. Jahren dargestellt ist.

Während dieser langen Zeitspanne veränderten sich durch die Wechselwirkung von inneren und äußeren Erdkräften das Klima und die Verteilung von Land und Meer. Ein Faltengebirge entstand und wurde wieder abgetragen. Lebewesen starben aus, neue, den veränderten Lebensbedingungen angepasste Formen entwickelten sich.

Die Faltung an der Wende Unterkarbon/Oberkarbon vor etwa 333 Mio. Jahren ermöglicht eine Gliederung dieser Region in zwei Einheiten:
1. Der Hunsrück mit steilstehenden gefalteten, überwiegend marinen Gesteinen.
2. Die Saar-Nahe-Senke mit überwiegend flachliegenden kontinentalen Ablagerungen.

Mit Hilfe der geologischen Karte und einem Profilschnitt durch diese beiden Einheiten werden die wichtigsten Gesteinsserien einschließlich ihrer Verbreitung und Raumlage vorgestellt.

Insgesamt 23 Gesteinsgruppen mit typischen Vertretern dieser Gesteinsserien aus dem Hunsrück, der Saar-Nahe-Senke und dem angrenzenden Mainzer Becken werden auf dem 4 km langen Rundwanderweg ausgestellt. Zahlreiche Texterläuterungen und Schautafeln bringen dem Besucher die Entwicklungsgeschichte dieser geologischen Einheiten näher.

Höhepunkt des Lehrpfades ist die Kaisergrube mit einer Aussichtsplattform auf der ausgedehnten Schieferabraumhalde. Sie bietet nicht nur eine schöne Aussicht auf Gemünden, sondern auch einen Einblick in einen vermutlich mittelalterlichen, terrassenförmig angelegten alten Schiefertagebau, der im Jahre 1969 freigelegt wurde. Sie befindet sich in Privatbesitz.

Die Kaisergrube war eine von den insgesamt 18 Schiefergruben bei Gemünden, die heute als auflässig sind. Sie wurde im Jahre 1873 erschlossen und 1961 stillgelegt. Damit war sie eine der größten und am längsten in Betrieb gewesenen Schiefergruben in Gemünden.

Pro Jahr wurden durchschnittliche 600 t Dachschiefer gefördert und bis zu 35 Bergleute fanden Arbeit. Zur Steigerung der Produktion wurde die Anlage 1922 durch einen Förderschacht erweitert und produzierte bis zu ihrer Stilllegung auf drei Sohlen in 20, 40 und 60 Meter Tiefe. Dabei entstanden 10 Hohlräume, von denen einige die Größe einer Sporthalle erreichten. Nur ein kleiner Bereich der ehemals großen Grubenanlage ist heute noch begehbar, der größte Teil ist mit Schieferabraum gefüllt, oder die Wege zu den riesigen Abbaukammern sind verschüttet.

Der Bekanntheitsgrad der Kaisergrube gründet nicht nur auf ihrer ehemaligen wirtschaftlichen Bedeutung für diese Region bei der Förderung von Dachschiefer, sondern mehr auf dem Fossilreichtum und dem außerordentlich guten Erhaltungszustand der Fossilfunde.

Spektakuläre Funde aus den Klassen der Panzerfische, Knochenfische und der kieferlosen Fische sorgten bereits im letzten Jahrhundert für den hohen Bekanntheitsgrad der Kaisergrube. In Erwartung einer reichen Fossilausbeute begann deshalb, etwa zeitgleich mit der Stilllegung der Grubenanlage, die systematische Suche nach Fossilien mit einem mobilen Röntgenlabor. Die damals neue Untersuchungsmethode brachte eine große Bereicherung der Faunenliste des Hunsrückschiefers und ermöglichte eine lokale Alterseinstufung der Schieferserien. ausgestellt. Ausgerüstet mit dem Hintergrundwissen zur Geologie des Hunsrücks und der langen Tradition des Hunsrücker Dachschieferbergbaus bieten sich in der näheren Umgebung von Gemünden hervorragende Möglichkeiten zu ausgedehnten Wanderungen durch den Großen Soon zum Koppenstein, den Lützelsoon mit dem Teufelsfels oder durch das untere Simmerbachtal.
Lage (Die gestrichelte Linie zeigt nur die ungefähre Wegstrecke)
Gastgeber
Gastronomie
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