Der Halfterweg
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Vollpension
  Start
Diez
  Ziel
Diez
  Streckenlänge
18 km
  Dauer
5 Stunden
Beschreibung
Weglänge: 18,6 km
Höhenunterschied: 250 m über die gesamte Strecke
Gehzeit: ca. 5 Std.

Charakter:
Mit ihren insgesamt 18,6 km Länge und einigen Höhenunterschieden (3 Steigungen und 3 Gefällstrecken von leicht bis sehr stark) stellt die Strecke Ansprüche an den Wanderer.

Bahnverbindung in Diez und Obernhof.

Parkmöglichkeiten:
rund um den Bahnhof Diez
Parkplatz Alte Kaserne Diez (Innenstadt)
Parkplatz "Schneider" Diez (Innenstadt)
Wanderparkplatz Herthasee Holzappel
Bahnhof Obernhof

Die Parkplätze in der Innenstadt sind zu den üblichen Geschäftszeiten gebührenpflichtig, am Bahnhof sind teilweise Parkausweise der Bahn als Berechtigung erforderlich.

Im Folgenden möchten wir Ihnen markante Punkte und herrliche Landschaftsaufnahmen entlang des Halfterweges bildlich näher bringen und auch den geschichtlichen Hintergrund dieses Weges erläutern:

Wir starten die Wanderung in Diez:

Das alte Brückenhäuschen wurde im Jahr 2001 restauriert; es war seinerzeit das Zollhaus an der Stadtgrenze Diez.

Im weiteren Verlauf, über die St. Peter-Kirche durch den Hirschberger Wald, gelangt man zu einem original Teil-Wegestück:

Rechts vom Hauptwanderweg ist noch ein letztes Stück des ursprünglichen Halfterweges erkennbar. Der Pfad wird heute als "Holzrückeweg" benutzt.

Der alte Weg führte oberhalb Heistenbachs über die Höhe in Richtung Aull, den Postweg kreuzend, zum
Lahnufer.

Links vom Hauptwanderweg kann man in der Senke Richtung Wiesen noch eine Furt erkennen, die den Verlauf des alten Weges kennzeichnet.

Oberhalb Heistenbachs findet sich heute noch die "Signal-Eiche". Sie gewann ihre Bedeutung in der Zeit um 1870 (deutsch-französischer Frieden) als höchste Erhebung im Gelände und wurde zum "Signal" geben benutzt.

Nach etwa 1,5 h (je nach Gehtempo) erreicht man die Wilhelmshütte. Gelegenheit für eine erste Verschnaufpause!
Die "Wilhelmshütte" ist nach ihrem ersten Erbauer benannt. Sie wurde im Jahre 1971 auf Veranlassung der Forstverwaltung Altendiez erbaut und 2001 komplett erneuert. Von der Wilhelmshütte blickt man auf die "Scheurenwiesen": Nach mündlicher Überlieferung befand sich bis Ende des 16. Jahrhunderts hier eine Siedlung namens Scheuren, deren Bewohner alle durch die große Pest umgekommen sind.
Im Bereich der Bachmitte deuten heute noch Bodenverwerfungen auf Grundmauern hin.

Die sprudelnde Quelle gegenüber der Wilhelmshütte soll damals den Dorfbrunnen gespeist haben.
Auf der Lichtung hinter der Wilhelmshütte findet man den "Löwenstein", der die Gemarkungsgrenze zwischen Heistenbach und Görgeshausen markiert.

Im weiteren Verlauf des Weges kommen Sie an dem Ort Hirschberg vorbei. Schauen Sie doch einmal beim Schnapsbrenner Meckel vorbei!

Zwei Drittel des Weges sind geschafft! Sie erreichen den idyllischen Herthasee. Zu jeder Jahreszeit ein Ziel zumn Verweilen!

Der "Wackerhannes", das Gebiet des heutigen Herthasees, war zu alten Zeiten ein großes Hochmoor. Im 30jährigen Krieg, als die Schweden ihr kriegerisches Wesen in Deutschland trieben, nahmen sie Winterquartier an der "Schweden-Schanze", unweit der Straße Horhausen-Giershausen. Von hier aus überfielen sie die Dörfer und plünderten sie aus.

Als sie das Vieh ringsum in den Siedlungen und auf den Höfen abgeschlachtet hatten, kamen sie auch nach Horhausen. Aber auch dort war für sie nichts mehr zu holen. Da verlangten sie von einem jungen Mann, dem Hannes, dass er ihnen den Weg zum Hahner Hof, einem Gehöft zwischen Holzappel und Geilnau, zeigen sollte.

Die Liebe zu den Menschen seiner Heimat und die Abneigung gegen die brandschatzenden Schweden ließen den Hannes zu einer unvergleichlich mutigen Tat schreiten: Er führte das kleine Häuflein der schwedischen Soldaten geradewegs in den nur schwach gefrorenen Sumpf am Fuße des Höchst und versank mit ihnen in dem grundlosen Morast.

Diese tapfere Tat des wackeren Horhäuser Hannes gab dem späteren Herthasee den Namen "Wackerhannes" oder "Wackerhans-Teich".
Im weiteren Verlauf, Richtung Obernhof, gelangt man zu einem der herrlichsten Aussichtsmöglichkeiten entlang des Hafterweges weit ins Tal Obernhofs:

1266 wurde Obernhof, namentlich abgeleitet vom "Oberen Hof", erstmals urkundlich erwähnt. Schon um 1300 wurde in der Lahngemeinde Weinbau betrieben und prägte damit Landschaft und Menschen über viele Jahrhunderte hinweg. Die Blütezeit des Weinbaus an der Lahn war Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts, in dieser Zeit erstreckten sich die Weinberge bis nach Marburg.
Gießöfen und der ab dem Jahre 1618 belegte Bergbau auf Blei- und Silbererze bestimmten außerdem das damalige Ortsbild. Zum Weitertransport setzte man schwere Lastkähne auf der Lahn ein. Der Bergbau wurde 1952 eingestellt.

Heute gehört der Wein an der Lahn infolge der Flächenabnahme zum Anbaugebiet Mittelrhein und hat seine Eigenständigkeit verloren.

Mittlerweile als Rarität geltend, wird er wird noch in Obernhof und Weinähr von einer handvoll Winzern erhalten.

Eine Einkehr in eine der Weinstuben rundet Ihre Tag als "Halfterer" ab!
Lage (Die gestrichelte Linie zeigt nur die ungefähre Wegstrecke)
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Gastronomie
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