Die Feytal Wasserroute
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  Start
Kall
  Ziel
Mechernich
  Streckenlänge
24 km
Beschreibung
Mit dem Rad vom Römerbrunnen zum KleinkraftwerkIm Tal des oberen Veybachs haben sich bis heute anschaulicheZeugnisse zur Geschichte der Wassertechnik erhalten.Sie zeigen, wie die Menschen seit Jahrtausenden dasWasser und seine Kraft genutzt haben.Die Route führt zu mehreren Aufschlüssen desRömerkanals, zu den Mühlen des Feytals, an Standorte desehemaligen Bergbaus und zur Pumpenstation des HausesHombusch. Die Tour kann am Beginn der Strecke umÖrtlichkeiten des ehemaligen Bleierztagebaus bei Kallmuthund am Ende durch den römischen Steinbruch an denKatzensteinen ergänzt werden.

Die Route
Vom Bahnhof Scheven bergauf zur Anhöhe mit dem Gelände des ehemaligenWestschachts rechts von der Landstraße (1). Die Straßeweiter nach Kallmuth. Am Ortseingang links von der Quellenstraße BurgKallmuth (2).In der nächsten Rechtskurve der Quellenstraße, 100 m von der Burg, einalter Dorfbrunnen. Die Quellenstraße mündet in die Landstraße linksnach Vollem. 500 m weiter rechts der Landstraße die römischeBrunnenstube Klausbrunnen (3). Der nächste Ort ist Vollem. 80 m hinterdem Ortseingangsschild rechts von der Straße die gut erhalteneMühle Vollem (4).Auf der Landstraße weiter nach Eiserfey. 150 m hinter demOrtseingangsschild rechts in "Alter Weg". Er mündet in dieHauserbachstraße. Auf ihr 800 m bergauf zur Mühle Giesen (5). Von derMühle nochmals 300 m bergauf bis zur Kakushöhle und zumAbschnittswall (6).Zurück nach Eiserfey. 1,4 km bergab, dann rechts in die Straße "ImWiesental". Nach 80 m links die Falkensteinsmühle (7). Zurück zurHauserbachstraße. 500 m abwärts bei Haus-Nr.4 ehemaliger Standorteiner Eisenhütte in Verbindung mit einem Hammerwerk (8).Das Fachwerkhaus in der Hauserbachstraße 9 zeigt die ehemaligeVerwaltung der nicht mehr bestehenden Pulvermühle (9).Zurück zur nächsten Querstraße links "Im Wiesental". An der Ecke"Hauserbachstraße"/"Im Wiesental" Römerkanal-Sammelbecken (10).Weiter "Im Wiesental" bis zur nächsten Straße links "Am Römerkanal".Dem Zeichen des Römerkanal-Wanderweges 1,2 km folgen. Wo derWanderweg nach rechts ansteigt, links abwärts über den Keilbergwegzur B 477. Durch Vussem zum ausgeschilderten römischenAquädukt (11).Zurück zur B 477. Auf der Trierer Straße rechts nach Breitenbenden zum"Gasthaus zum Krebsbachtal". Hinter dem Gasthaus rechts in den Prof.-Robert-Ellscheid-Weg und anschließend in den Römerkanal-Wanderweg. Nach 560 m ab Gasthaus folgt links ein 170 m langerAufstieg zum Aufschluss 19b der römischen Wasserleitung, einEinstiegschacht zum Römerkanal (12).Auf dem gleichen Weg zurück zum "Gasthaus zum Krebsbachtal".Rechts die schmale Feyermühler Straße bis zur Feyermühle (13).Mitdem Römerkanal-Wanderweg 700 m durch den Wald. An der Stelle, wodieser Weg rechts bergauf führt, links ab. Noch 100 m bis zur PumpenstationHaus Hombusch (14). Von der Einfahrt zur Pumpenstation sindes nur wenige Meter bis zur viel befahrenen Landstraße Mechernich –Satzvey (Vorsicht!). Der Landstraße über die Feybachbrücke 400 m inwestlicher Richtung folgen. In der Rechtskurve hinter der linkenLeitplanke liegt versteckt das Mundloch des Burgfeyer Stollens (15).Zurück bis zur Feybachbrücke. Die Straße links vor der Brücke führt zuden Häusern von Burgfey. Eine Turmruine der Burg Burgfey und eine600jährige Eiche stehen nahe beieinander (16). Zurück zur LandstraßeMechernich - Satzvey. Links sind es 1,3 km bis zu den Katzensteinen(17).Der nächste Ort an der Landstraße ist Satzvey. Hinter demOrtseingangsschild folgt ein Bahnübergang. Hinter der Bahnschrankeführt der Weg rechts zum Bahnhof Satzvey. Links lohnt sich vorher einAbstecher zur Wasserburg Satzvey aus dem 14. Jh.

Sehens- und Wissenswertes

1 Westschacht bei Kallmuth
Nach der Übernahme der Gewerkschaft "Mechernicher Werke"durch die Preußag AG begann diese 1938 mit der Abteufung desWestschachtes im sog. Westfeld. Geplant war ein großer Tagebauin Richtung Kallmuth. Die Schließung des Bleibergbaus am31.12.1957 setzte dem ein Ende. Die gesamte Anlage wurdedemontiert. Auf der Straße Richtung Kallmuth sind links dieAbraumhalden des ehemaligen Bleierztagebaus "Kallmuther Berg"zu sehen. Hier erstreckte sich ein wichtiger Betriebsteil derMechernicher Erzlagerstätte, der als Ersatz für den auslaufendenTagebau "Bachrevier" 1936 in Betrieb genommen wurde. DieAbraumhalden sind durch zahlreiche Erosionsrinnen und spärlicheVegetation gekennzeichnet.

2 Burg Kallmuth
Ein Rittersitz ist in Kallmuthbereits im 13. Jahrhundertanzunehmen, da bereits1285 der erste Ritter vonKallmuth urkundlich erfasstist. Das Burghaus aus demspäten Mittelalter mit seinemTreppengiebel stehtauf einem noch älterenKellergewölbe und ist durchein altes Rundbogenportalzu betreten. Burg undDorfbrunnenanlage wurdenvor einigen Jahren behutsamwiederhergestellt. Die Burg ist in Privatbesitz und nur von derQuellenstraße aus einsichtig.

3 Römische Brunnenstube Klausbrunnen
Die restaurierte Brunnenstube ist eines der bedeutendsten römischenDenkmäler im Rheinland. Heute schützt ein frei zugänglichesGebäude die Brunnenstube vor dem Verfall. Tafeln erläuterndie Funktion und Geschichte der Einrichtung.

4 Mühle Vollem
Die Mühle Vollem wurde1733 erbaut. Sie warBannmühle (Zwangsmühle)für die Orte Urfey,Vollem, Kallmuth sowieOrtsteile von Dottel undKeldenich. Die Mühle istheute noch voll funktionsfähig.

5 Mühle Giesen in Dreimühlen
Der OrtsnameDreimühlen bestandschon, alses in Dreimühlenerst eine Mühlegab, die 1502erstmals schriftlicherwähntwurde. Die heutenoch bestehendeMühle warBannmühle fürdie Orte Weyer und Harzheim. Sie ist nach dem letzten MüllerMühle Giesen benannt, noch voll funktionsfähig und von derStraße sehr gut zu beobachten.Nicht weniger als 16 Wasserräder drehten sich seit etwa 1700 zwischenDreimühlen und Eiserfey entlang des Hauserbachs aufeiner Strecke von nur 2 km.

6 Kakushöhle und Abschnittswall
Bereits die Neandertaler nutzten vor rund 80.000 Jahren dieheutige Kakushöhle. Sie gehört zu den wichtigsten Zeugen derVorgeschichte der Eifel.Von der Steinzeitbis zur Neuzeit habenMenschen die Höhleals Wohn- und Zufluchtsortgenutzt.Auf dem oberhalbgelegenen Kartsteinplateaudeuten dieReste eines Abschnittswallsdaraufhin, dass die Keltenetwa 400 bis 50 v. Chr.hier einen Verteidigungs-und Fluchtortangelegt haben. Eswurden auch Hinweiseauf die Verhüttung vonEisen gefunden.

7 Falkensteinsmühle Eiserfey
Die Mühle inEiserfey wird ineinem Weistum(Rechtsquelle) ausdem Jahre 1597 alsZwangsmühle fürVussem erstmalserwähnt. Nebenden Bewohnernaus Eiserfey undVussem warenauch die ausLorbach und Bergheiman dieseMühle gebannt.Anfang des 18.Jahrhunderts mussteder damaligeMüller Joist Cremerseinem Grundherrn,dem Kurfürstenvon Köln, jährlicheinen Reichstaler Flussgeld zahlen. Nachdem 1733 die Mühlein Vollem errichtet wurde, fand ein harter Konkurrenzkampf derMüller um die Kunden statt. Die Mühle, nach dem letzten Müllerauch “Falkensteinsmühle” genannt, ist heute noch voll funktionsfähig.Das Wasserrad ist aus nächster Nähe zu sehen.

8 Eisenhütte Eiserfey
Am 6. Mai 1696 genehmigte der Kölner Kurfürst demPfandinhaber des Amtes Hardt, Franz von Quentell, in Eiserfeyeine Eisenhütte zu errichten. Die Eisenhütte war mit einemHammerwerk verbunden, das von drei Wasserrädern angetriebenwurde. Nach Brand und Umbau ist aus dem Hammerwerk einWohnhaus mit einem einsehbaren Wasserrad geworden(Hauserbachstraße Nr. 4). Zu der Hütte gehörte ein über 30 m langesFachwerkhaus - dem "Alten Hammer" gegenüber auf deranderen Straßenseite gelegen -, das als Kohleschuppen,Lagerhaus und Stallung für die Tragtiere diente. Nach dem Endeder Hütte wurden aus dem Gebäude Wohnungen.

9 Pulvermühle Eiserfey
Bei dem Gebäude Hauserbachstraße Nr. 9 in Eiserfey handelt essich um das Verwaltungsgebäude der ehemaligen Pulvermühle(Pulverfabrik) aus dem 19. Jahrhundert. Bei dieser Pulvermühleereigneten sich mehrere Unfälle mit tödlichem Ausgang. Von derPulvermühle ist nur ein Grundriss von 1877 überliefert.

10 Römerkanal-Sammelbecken Eiserfey
Hier vereinigten sich die von Kallmuth/Urfey und die vonDreimühlen kommenden Leitungen und hier begann derHauptstrang der römischen Eifelwasserleitung nach Köln. DasBodendenkmal wird durch ein Oktogon, ein Gebäude mit 8-eckigemGrundriss, geschützt. Tafeln erklären das römische Bauwerk.

11 Aquädukt Vussem
Beim Bau des Sportplatzes inVussem wurden Pfeilerfundamenteeines Aquädukts angerissen.Weitere Pfeilerstümpfewurden bei Grabungen freigelegt.Der Aquädukt mit 10-12freitragenden Pfeilern führteden Römerkanal 80 m weit inetwa 10 m Höhe von einerTalseite zur anderen. DerOriginalbefund ist in den wiederaufgebautenPfeilern teilweisenoch gut zu erkennen.Es handelt sich um das unregelmäßigeMauerwerk, dasehemals zu den Pfeilerfundamentengehörte.

12 Einstiegschacht zum Römerkanal
Der Einstiegschacht zum Römerkanal ist nach Expertenaussagedas am besten erhaltene Exemplar der gesamten Leitung vomgrünen Pütz bei Nettersheim bis Köln. Solche Schächte dientenzum Einstieg von Kanalaufsehern und Instandsetzungstrupps. Beidem in der Nähe liegenden kleinen Gebäude könnte es sich umeinen Kellerraum handeln oder um die Reste eines dem Schutz derLeitung dienenden kleinen Tempelchens. Tafeln erklären diefreigelegte Anlage.

13 Feyermühle
Sie wurde in den Jahren 1756/57 als Ersatz für die zwischenStrempt und Roggendorf gelegene Rather-Mühle, die zu einemPochwerk umgebaut wurde, errichtet. Erbauer der Feyermühlewar der Freiherr von Twickel, Inhaber der halben ReichsherrschaftMechernich. Dadurch hatte die Mühle auch das halbe DorfMechernich im Mahlzwang. Nach Einstellung desMühlenbetriebes, etwa um 1850, wurde das GebäudeDienstwohnung des Försters Hubert Schick vom MechernicherBergwerks-Actien-Verein. Später diente die Mühle einem landwirtschaftlichenBetrieb und in jüngster Zeit einer neu aufgebautenFischzuchtanlage. Dieser dauernden Nutzung ist es zu verdanken,dass sich die Feyermühle noch in ihrem ursprünglichenBauzustand befindet, wenn auch ohne Wasserrad.

14 Pumpenstation Haus Hombusch
In den Jahren 1908/09 ließ der Kölner Bankier Karl TheodorDeichmann oberhalb von Burgfey das Haus Hombusch alsFeriensitz errichten. Gleichzeitig entstand das Pumpenhaus miteiner Wasser- und Elektrizitäts-Versorgungsanlage, um das HausHombusch mit eigenem Strom und eigenem Trinkwasser zu versorgen.Die gesamte Anlage ist im Originalzustand erhalten. DiePumpenstation ist ein einzigartiges technisches Denkmal einesKleinkraftwerkes zu Beginn der Elektrifizierung der Eifel.Mühlengraben und Wasserrad sind zu besichtigen.Die Pumpenstation ist auf dem Gelände eines ehemaligen Pochwerkszur Bleigewinnung errichtet. Nach einem Protokoll des Bergamts Dürenvon 1821 befandensich in Burgfeydrei Pochwerke- dasStollenpochwerk,das obere unduntere Pochwerk- sowie eineSchmelzhütte.An der Pumpenstationinformiert eine Tafel. Führungen für interessierte Gruppenmöglich. Tel. 02443-4479.

15 Burgfeyer Stollen
In der Nähe der Pumpenstation befindet sich das versteckt liegendeMundloch des 1807 angegangenen Burgfeyer Stollens. Erreicht mit einer Gesamtlänge von 7,45 km bis zur Ortschaft Dottelund entwässert noch heute den Mechernicher Bleiberg.

16 Burg Burgfey –600jährige Eiche
Am Westhang des Feybachs,400 m von der Pumpenstationentfernt, steht neben demNaturdenkmal einer 600jährigenEiche die Ruine einesTurms der 1419 als BlankenheimerLehen erstmals erwähntenBurg Burgfey. Sie istNamensgeber für den umliegendenWohnplatz.

17 Katzensteine
Die roten Sandsteinfelsen der unter Naturschutz stehendenKatzensteine entstanden zur Zeit des Wüstenklimas in der Trias voretwa 200 Millionen Jahren. Die Römer begannen schon im erstennachchristlichen Jahrhundert die Sandsteine zu brechen. Ausihnen fertigten sie Weihesteine sowie Platten für Steinsärge. Etwa200 Jahre war der römische Steinbruch in Betrieb.Die Abbauspuren sind noch deutlich erkennbar.


Herausgeber und Redaktion:
Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e.V.
Jülicher Ring 32, 53879 Euskirchen
in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe
Bergbaugeschichte Mechernich
Naturpark Nordeifel
im Deutsch-Belgischen Naturpark
Steinfelder Str. 8
53947 Nettersheim
Tel.: 02486-911117, Fax: - 911116
info@naturpark-eifel.de
www.naturpark-eifel.de
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