Wandern in der Verbandsgemeinde Kell am See
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Wandern in der Verbandsgemeinde Kell am See

  Start
Schillingen
  Ziel
Greimerath
  Schwierigkeit
mittel
Beschreibung

Rundwander- und Themenweg RuT 1 „Das Wandern ist der Wassertiere Lust“ bei Schillingen zwischen Flonterbach und Fleschfelsen
  • Schwierigkeit: mittel
  • Start/Ziel: Parkplatz an der Freizeitanlage Schillingen, GPS: N 49°37.726' E 6°45.816'
  • Länge: 8,5 km
  • Dauer der Wanderung: ca. 3 Std.
  • Höhenniveau: zwischen 407 und 522m
  • Hinweis: Aufgrund der zu überwindenden Höhendifferenzen und der Wegebeschaffenheit ist die Wanderung nicht für Familien mit Kinderwagen geeignet.
  • Art der Route: Rundwanderweg
  • Besonderheit: Der Wegverlauf kann im Internet aufgerufen und als GPS-Datei für alle entsprechenden Geräte von folgender Internetseite heruntergeladen werden: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=mccyxgeesbjwezww
  • Streckenbeschaffenheit: An- und Abstiege, Waldwege, Schotterwege.
  • Streckenmarkierungen: Der Weg ist erkennbar durch das an Bäumen befestigte Schild mit RuT 1 in blauer Schrift auf weißem Grund in einem blauen Kreis.
  • Orte an der Strecke: Schillingen und Mandern
Beschreibung:
  • Vom Parkplatz wandern wir meist parallel zum Flonterbach hinunter ins Tal der Ruwer. Die sonnigen Grünlandbrachflächen am Rande des Weges beherbergen zahlreiche z. T. gefährdete Schmetterlingsarten, darunter den Ampfer-Feuerfalter.
  • Zunächst geht es an der Ruwer entlang und dann in einem kleinen Seitenabstecher hinauf in Richtung Fleschfelsen, der als Naturdenkmal zu den geologischen Besonderheiten im westlichen Hunsrück gehört. Im hier anstehenden Taunusquarzit treten weite Gänge und Klüfte auf, in denen sich in früheren Zeitaltern milchweiße Quarzkristalle gebildet haben. Diese sind sehr viel härter als das umgebende Gestein und damit widerstandsfähiger gegenüber der Verwitterung. Während der dunkle Taunusquarzit im Laufe der Zeit abgetragen wurde, blieben die Quarzrippen als weiße „Wacken" erhalten.
  • Vom Fleschfelsen geht es weiter hinab zu einer Informationstafel, in deren Nähe weite Durchlässe anstelle der früheren Rohre den Wassertieren wieder Wanderungen ermöglichen. Beispielsweise Bachforellen, die zum Ablaichen gerne kleine Nebenbäche aufsuchen, können jetzt wieder in die Nebenbäche der Ruwer gelangen.
  • Von der Informationstafel führt ein kleiner Wander-Exkurs zu den Wiesen der Bachauen, auf denen im Frühling auf der gegenüberliegenden Uferseite wilde Narzissen in leuchtendem Gelb erblühen. Damit diese seltene Art erhalten bleibt und sich weiter ausbreiten kann, wurden im Rahmen des Gewässerprojektes Ruwer und durch die Ortsgemeinde Schillingen umfangreiche Fichtenaufforstungen aus der Aue entfernt. Alljährlich findet zur Blüte das Narzissenfest in Schillingen statt.
  • Von dort geht es dann wieder zurück durch den Wald zu unserem Ausgangspunkt am Schillinger Weiher.
  • Literatur: Faltblattsammlung mit 6 Rundwander- und Themenwegen, erhältlich in den Büros der örtlichen Tourist-Informationen.
  • Karte: Wanderkarte „Erholungsgebiet Hochwald und Ruwertal“ 1:35000, Gesamtherstellung: map solutions GmbH, ISBN: 978-3-935806-24-4, 5,95 €


Rundwander- - und Themenweg RuT 2 bei Mandern zwischen Ruwer und Burkelsbach „Grünland ist mehr als nur Gras“
  • Start/Ziel: Parkplatz an der Grillhütte in der Nähe der Narzissenwiesen, GPS: N 49°36.661', E 6°45.575'
  • Länge: 7,2 km
  • Dauer der Wanderung: ca. 2,5 Std
  • Höhenniveau: zwischen 412 und 486m 
  • Hinweis: Aufgrund der zu überwindenden Höhendifferenzen und der Wegebeschaffenheit ist die Wanderung nicht für Familien mit Kinderwagen geeignet.
  • Art der Route: Rundwanderweg
  • Besonderheit: Der Wegverlauf kann im Internet aufgerufen und als GPS-Datei für alle entsprechenden Geräte von folgender Internetseite heruntergeladen werden: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=dwkgcibzaukrvwjo
  • Streckenbeschaffenheit: An- und Abstiege, Waldwege, Schotterwege, Straßenabschnitte.
  • Streckenmarkierungen: Der Weg ist erkennbar durch das an Bäumen befestigte Schild mit RuT 2 in blauer Schrift auf weißem Grund in einem blauen Kreis.
  • Orte an der Strecke: Mandern und Waldweiler
Beschreibung: 
  • Vom Parkplatz an der Grillhütte können wir gleich eine kleine Wiese sehen, auf der im Frühling leuchtend-gelb die Narzissen blühen. Auch auf manchen anderen Wiesen in der Ruweraue zwischen Mandern und Hentern kann man meist im März eine botanische Besonderheit bewundern: Gelbe Narzissen. Diese seltene und geschützte Pflanzenart gedeiht nur dort, wo kaum oder gar nicht gedüngt wird. Über eine kleine Brücke können wir in nordwestlicher Richtung auf den Ruwer-Hochwald-Radweg bzw. hier auch RuT 1 wechseln. Von dort aus können wir in südwestlicher Richtung wandern, bis wir an einer Info-Tafel auf die eigentlichen Narzissenwiesen auf dem gegenüberliegenden Ufer der Ruwer blicken können. Wir können dann umkehren und über die Brücke wieder zurück auf den RuT 2 wandern. Dort gelangen wir auf einem unbefestigten Weg parallel zum Verlauf der Ruwer zu Feuchtwiesen, die inzwischen vielen Vögeln und Schmetterlingen zu einem neuen Lebensraum geworden sind, nachdem ältere Fichtenbestände entfernt wurden.
  • Der Weg nähert sich nun immer mehr den verbreiterten Gewässerrandstreifen der Ruwer, auf denen sich inzwischen Sumpfdotterblumen und Libellen angesiedelt haben. Kurz vor einem neuen Ruwerübergang biegen wir nun nach Süden ab und wandern zu einem Aussichtspunkt, von dem aus man einen Überblick über die Keller Mulde und die örtliche Bodennutzung erhält. Das Relief bestimmt die Art der Bodennutzung: Die Täler und unteren Hangbereiche werden als Wiesen genutzt, an den oberen Hängen und auf flachen Kuppen liegen die Ackerflächen. Steilhänge und höher gelegene Gebiete sind von Wald bedeckt.
  • Vom Aussichtspunkt wandern wir weiter an einem Sendeturm und einer weiteren Grillhütte mit Info-Tafel vorbei, biegen etwas später wieder nach Westen ab, durchqueren ein Waldstück und gelangen zum renaturierten Burkelsbach, nahe am südlichsten Punkt unseres Wanderweges. Die üblichen engen Verrohrungen solcher Bäche unter den Wegen waren für Fische und Kleintiere unüberwindbare Hindernisse - insbesondere bei der Wanderung bachaufwärts. Deshalb wurden Durchlässe, wie hier am Burkelsbach, so umgebaut, dass der Bach wieder eine durchgehende Sohle aus Steinen, Kies und Sand hat. Der „freien Fahrt der Wassertiere“ steht nun nichts mehr im Wege.
  • Vom Burkelsbach aus wandern wir schließlich auf normalen Straßen nordwestlich durch Mandern hindurch und an einer Kapelle und der „Unterstemühle“ vorbei, bis wir wieder zu unserem Ausgangspunkt zurückgelangen.
  • Literatur: Faltblattsammlung mit 6 Rundwander- und Themenwegen, erhältlich in den Büros der örtlichen Tourist-Informationen.
  • Karte: Wanderkarte „Erholungsgebiet Hochwald und Ruwertal“ 1:35000, Gesamtherstellung: map solutions GmbH, ISBN: 978-3-935806-24-4, 5,95 €

Rundwander- und Themenweg RuT 3 „Zu Besuch beim Braunkehlchen“ 
  • Start/Ziel: Am Parkplatz in Greimerath, GPS: N 49°33.738', E 6°40.875'
  • Länge: 6,7 km
  • Dauer der Wanderung: ca. 2,5 Std
  • Höhenniveau: zwischen 433 und 521m 
  • Hinweis: Aufgrund der zu überwindenden Höhendifferenzen und der Wegebeschaffenheit ist die Wanderung nicht für Familien mit Kinderwagen geeignet.
  • Art der Route: Rundwanderweg
  • Besonderheit: Der Wegverlauf kann im Internet aufgerufen und als GPS-Datei für alle entsprechenden Geräte von folgender Internetseite heruntergeladen werden: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=hmbvhykenobkfvoo
  • Streckenbeschaffenheit: An- und Abstiege, Waldwege, Schotterwege, Straßenabschnitte.
  • Ort an der Strecke: Greimerath
  • Streckenmarkierungen: Der Weg ist erkennbar durch das an Bäumen befestigte Schild mit RuT 3 in blauer Schrift auf weißem Grund in einem blauen Kreis. 
Beschreibung:
  • Vom Parkplatz aus wandern wir auf der Kirchstraße entlang in Richtung Osten aus Greimerath hinaus und biegen dann nach Süden in Richtung der Feuchtwiesen ab. In die ausgedehnten Feucht- und Nasswiesen im Naturpark Saar-Hunsrück, hier bei Greimerath, kommt das Braunkehlchen jedes Frühjahr, um zu brüten. Auf den nassen Wiesen, die für mehrere bedrohte Vogelarten einen idealen Lebensraum bieten, wachsen die Binsen zwar sehr üppig, als Viehfutter ist der Aufwuchs jedoch nur bedingt geeignet. Eine intensivere Nutzung lohnt sich hier nicht, weil die Flächen nur bei Bodenfrost oder nach langen Trockenperioden im Sommer zu befahren sind. Durch extensive Beweidung können die Flächen offen gehalten werden. 
  • Das Revier eines Braunkehlchen-Brutpaares ist etwa 2,5 Hektar groß, sodass in der Gemarkung Greimerath etwa ein Dutzend Braunkehlchenpaare vorkommen. Damit der Vogel auch künftig hier noch anzutreffen ist, werden Wiesen mit finanzieller Unterstützung umweltschonend bewirtschaftet. Davon profitieren auch andere bedrohte Wiesenvogelarten, wie Bekassine und Wiesenpieper, die ebenfalls in der Greimerather Mulde vorkommen.
  • Wir wandern weiter in westlicher Richtung zur Aussichtsplattform am „Panzbruch“, einem Flachmoor, das sich am tiefsten Punkt der Greimerather Mulde befindet. Dieses Flachmoor ist seit 1983 ein Naturschutzgebiet. Hier soll das Mosaik aus Seggen- und Pfeifengraswiesen, Binsensümpfen, Weidengebüschen und Bruchwäldern erhalten bleiben. Zur Offenhaltung des Gebietes ist eine ganzjährige extensive Beweidung mit Rindern und Pferden vorgesehen.
  • Unser Weg führt vorbei an Hecken, die Schutz und Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel und kleine Säugetiere bieten. Außerdem tragen sie in der offenen Landschaft zur Biotopvernetzung bei. Hecken zählen neben Streuobstwiesen, Mittel und Niederwäldchen zu charakteristischen Kulturlandschaftselementen des Naturparks Saar Hunsrück. 
  • Schließlich kehren wir in nordöstlicher Richtung zu unserem Ausgangspunkt zurück.
  • Literatur: Faltblattsammlung mit 6 Rundwander- und Themenwegen, erhältlich in den Büros der örtlichen Tourist-Informationen.
  • Karte: Wanderkarte „Erholungsgebiet Hochwald und Ruwertal“ 1:35000, Gesamtherstellung: map solutions GmbH, ISBN: 978-3-935806-24-4, 5,95 €
Quelle: Tourist-Information Hochwald-Ferienland e.V.

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