Barrierefreier Landschaftspfad
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Barrierefreier Landschaftspfad

  Start
Nettersheim
  Ziel
Nettersheim
  Streckenlänge
1 km
  Dauer
1 Stunde
  Kategorie
Beschreibung

An der Eifelhöhen-Klinik in Nettersheim-Marmagen liegt der "Barrierefreie Landschaftspfad".

Hier können alle Menschen– mit und ohne Behinderung – Elemente der Region "Kalkeifel" erleben. "Kalkeifel" heißt dieser Naturraum der Eifel, da das Kalkgestein die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Besiedlung durch den Menschen beeinflusst hat. Der bewusste Gebrauch aller Sinne macht dieverschiedenen Stationen entlang desRundweges zum Erlebnis. Viele Sitzbänke und Nischen mit interessanten Ein- und Ausblicken laden zum Verweilen und Entspannen ein. Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen einen erlebnisreichen Aufenthalt und viel Freude.

1 Lebensraum Teich

  • Teiche sind Beobachtungs- und Lebensraumfür viele Insekten und Amphibien sowie für Wasserpflanzen. Die Keramikschale vor dem Teich zeichnet seine äußere Form nach; darüber hinauslassen sich in ihrem Inneren die verschiedenen Vegetationszonen ertasten. Vor dem Teich: Modell einer Großlibelle, natürliche Größe etwa 10 Zentimeter (10-fachvergrößert).

2 Eifeler Bauerngarten

  • Bauerngärten haben im Siedlungsbereich des Rheinlandes eine lange Tradition, sie sind heute jedoch selten geworden. Von den früher geschätzten Heil-, Zier-,Gewürz- und Nutzpflanzen sind etliche ganz in Vergessenheit geraten. Rechts neben dem Eingang zum Bauerngarten liegt ein erhöhtes Randbeet mittypischen Küchenkräutern. In dem keramischen Handlauf auf der Mauer werdendie Pflanzen namentlich vorgestellt. Ursprünglich diente der Bauerngarten der Selbstversorgung mit Gemüse und wargleichzeitig Hausapotheke.

3 Lebensraum Streuobstwiese

  • Streuobstwiesen zeichnen sich durch ein vielfältiges Mosaik verschiedener Kleinlebensräume aus. Auffallend ist der Artenreichtum bunt blühender Kräuter wie Schlüsselblume, Ackerwitwenblume und Flockenblume. Ebenso kann eine Vielzahl von Tierarten, insbesondere Insekten hier beobachtet werden. Auf dieser neu begründeten Streuobstwiese wurden einige alte Obstsorten angepflanzt, die früher weit verbreitet waren. Am Sitzplatz: Modell einer Honigbiene, natürliche Größe ca. 2,5 Zentimeter (40-fachvergrößert).

4 Wacholderbüsche

  • Wacholderbestände sind für einige Regionender Kalkeifel bis heute landschaftsprägend. Sie sind Lebensstätte vieler seltener Tier- und Pflanzenarten. Nur durch die Beweidung mitalten Schafrassen können diese Standorteerhalten werden. Davor: Modell eines Schmetterlings, natürliche Größe etwa 7 Zentimeter (15-fachvergrößert).

5 Römischer Meilenstein

  • Meilensteine standen alle 2 – 3 Kilometer an den römischen Fernstraßen. Sie gaben die Entfernung zur Provinzhauptstadt bzw. zum nächst größeren Ort an. Ebenso nannten sie den Erbauer der Straße und den Zeitpunkt des Baus. Die wichtigste römische Fernstraße in der Eifel führte von Köln durchdiese Region über Trier nach Lyon.Fundort: „Steinrütsch“ bei Nettersheim. Datierung: 249 - 251 Jahre nach Christus.

6 Tastgarten mit Brunnen

  • Im Tastgarten werden typische Wildpflanzender Kalkeifel präsentiert. Der keramische Handlauf um das Hochbeetinformiert über die verschiedenen Arten. Die Sitznische vor dem Brunnen lädt zum Verweilen ein. Seine Struktur verdeutlicht die geologische Entstehung der Eifel. Neben dem Tastgarten: Modell eines Laufkäfers, natürliche Größe etwa 4 Zentimeter (25-fach vergrößert).
  • 7 Römische Weihesteine

    • Der Matronenkult ist die Verehrung von Mutter- und Fruchtbarkeitsgöttinnen. Seinen Ursprung finden wir bei Kelten und Germanen. Die damalige bäuerliche Bevölkerung erbat sich Fruchtbarkeit für Feld, Vieh und Schutz für die Familie. Diese Weihesteine sind Abgüsse der Originale und zeigen auf einer Bank sitzende Frauen in einheimischer Tracht mit Mantel und Haube. Sie halten Fruchtkörbe in ihren Händen. Fundort: „Görresburg“ bei Nettersheim Datierung: Anfang 3. Jahrhundert nach Christus

    8 Aussichtspunkt Kloster Steinfeld

    • In etwa 4 Kilometer Entfernung liegt umgeben von Wiesen, Weiden und Wäldern das Kloster Steinfeld, eine der ältesten westdeutschen Klosteranlagen. Es wurde im Jahr 920 gegründet und ist seit 1923 Kloster der Salvatorianer. Im 13. Jahrhundert lebte und wirkte hier der Heilige Hermann–Josef, dessen Verehrungb is heute ungebrochen lebendig ist. Das Relief aus Bronze zeigt die romanische Basilika und ihre Umgebung.

    9 Lebensraum Kalkmagerrasen

    • Kalkmagerrasen zählen zu den artenreichsten Biotopen der Kulturlandschaft. Viele seltene und geschützte Tiere und Pflanzen vor allemaus dem Mittelmeerraum kommen hier vor. Die Entstehung und Erhaltung dieser Flächenberuht auf historischen Wirtschaftsformen (Abholzung des Waldes, extensive Schafbeweidung). An den beiden Stelenkönnen typische Orchideen und Schmetterlinge ertastet werden.

    10 Klangerlebnis (Zuweg bedingt barrierefrei!)

    • Durch die unterschiedliche Länge der Hölzerergibt sich die Klangfolge der Tonleiter.

    11 Aussichtsturm "Eifel-Blick" (Zuweg nicht barrierefrei!)

    • Der dreieckige, rund 8 Meter hoheAussichtsturm aus Holz ist ein Standort des eifelweiten Projektes "Eifel-Blicke" mit 40 besonderen Aussichtspunkten und Fernblicken. Der "Eifelturm Marmagen" präsentiert einen Rundumblick zum Kloster Steinfeld, auf den Ort Marmagen, bis zum Nationalpark Eifel und über die Eifellandschaft. Die Blickziele sind auf dem Turm erläutert.

    HERAUSGEBER
    Deutsch-Belgischer Naturpark
    Hohes Venn - Eifel
    Steinfelder Str. 8
    53947 Nettersheim
    Tel.: 02486-911117
    info@naturpark-eifel.de
    www.naturpark-eifel.de

    Lage (Die gestrichelte Linie zeigt nur die ungefähre Wegstrecke)
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