Kreis: Trier-Saarburg Verbandsgemeinde: Schweich
Urkundlich taucht der Name Mehring erstmals mit der Gründung des Klosters Prüm im Jahre 721 auf. Damals noch "Sairingas" genannt, ist in der zweiten Silbe des Wortes die heutige Namensgebung erkennbar. Schon sehr früh bildete die Winzerschaft hier die dominierende Bevölkerungsgruppe. Wie die Stufen eines Amphitheaters steigt der Ort vom Moselufer aus an, umrahmt von seinen Weinbergen (Weinlagen: Blattenberg, Goldkupp und Zellerberg). Als einzigartiger Kontrast dazu erheben sich auf der anderen Moselseite Fichtenwald und Wiesenhänge zur "Mehringer Schweiz" mit ausgeschilderten Wanderwegen. Dort findet man auch an der ehemaligen Römerstraße von Trier nach Mainz eine römische "villa rustica". Auf freigelegten Fundamenten wurde sie hervorragend rekonstruiert. Mit ihren beiden Ecktürmen und der dazwischenliegenden Säulenhalle spiegelt die Villa die römische Wohnkultur des 3. Jahrhundert wieder, als dieses Herrenhaus gebaut wurde. Mit mehr als 30 Räumen auf einer Grundfläche von ca. 50 x 30 m gehörte es zu den größten Anlagen des in unserer Region verbreiteten gallorömischen Villentyps "Bollendorf". Die Geschichte von Ort und Wein dokumentiert das Heimat- und Weinmuseum. Das Mehringer Weinfest am 1. September-Wochenende ist seit Jahrzehnten dafür bekannt, daß jedes Jahr ein neues Winzerspiel aufgeführt wird, bei dem neben bekannten Interpreten des Theaters auch ein Großteil der Bevölkerung mitwirkt.
Baudenkmäler
Mosel
Objekt-Nr.: 10940
An der bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannten Fundstelle konnte zwischen 1983 und 1985 das Herrenhaus eines römischen Gutshofes freigelegt, konserviert und teilweise wieder aufgebaut werden. Das in der Mitte des 2. Jahrhundert n. Chr. errichtete Gebäude (28x23m) enstsprach zunächst dem weit verbreiteten gallo-römischen Villentyp Bollendorf. Im Laufe des 3. und frühen 4. Jahrhundert erfu


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