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Klosterruine Disibodenberg
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Klosterruine Disibodenberg

Klosterruine Disibodenberg
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Klosterruine Disibodenberg – Auf den Spuren der Hildegard von Bingen

Am Zusammenfluss von Nahe und Glan bei Odernheim liegt die Klosterruine Disibodenberg. Hier lebte Hildegard von Bingen rund 40 Jahre. Entdecke die Überreste der einst bedeutenden Klosteranlage und erfahre im Museum mehr über das Leben und Wirken der berühmten Universalgelehrten.

Vom heiligen Disibod zum bedeutenden Kloster

  • Der Überlieferung nach geht die Gründung auf den irisch-schottischen Mönch Disibod zurück, der um das Jahr 640 ins Nahetal kam. Einer Legende zufolge wies ihm ein Traum den Weg zu dem Berg, auf dem er eine Einsiedelei errichtete. Aus dieser bescheidenen Niederlassung entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine bedeutende Klosteranlage.
  • Anfang des 12. Jahrhunderts entstand hier ein Frauenkonvent unter der Leitung der seligen Jutta von Sponheim. Um 1112 kam die noch junge Hildegard auf den Disibodenberg.
  • Sie lebte rund vier Jahrzehnte in der Klostergemeinschaft und begann hier ihre außergewöhnliche geistige und schriftstellerische Tätigkeit. Zu ihren bedeutenden Werken zählt die Visionsschrift Scivias. Mit ihren Schriften über Religion, Natur und Heilkunde erlangte sie weit über die Region hinaus Bekanntheit.

Niedergang und Erhalt der Klosterruine

  • Im 16. Jahrhundert führte die Reformation zur Auflösung des Klosters. In den folgenden Jahrhunderten verfielen die Gebäude zunehmend und dienten teilweise als Steinbruch. Erst mit dem Übergang in Privatbesitz im Jahr 1812 wurde dieser Abbau gestoppt.
  • Die letzte private Besitzerin, Ehrengard Freifrau von Racknitz, gründete 1989 gemeinsam mit ihrem Mann die Disibodenberger Scivias-Stiftung. Sie widmet sich bis heute dem Erhalt und der Pflege der Klosterruine sowie der Vermittlung des geistigen Erbes Hildegards von Bingen.

Ruinen, Landschaftspark und Museum

  • Heute kannst du auf dem weitläufigen Gelände die Überreste der einst mächtigen Klosteranlage entdecken. Noch immer lassen sich die Grundrisse von Klosterkirche, Kreuzgang und weiteren Gebäuden erkennen.
  • Die Ruine liegt eingebettet in einen romantischen Landschaftspark, der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Alte Bäume, verwunschene Wege und schöne Ausblicke auf die Täler von Nahe und Glan verleihen dem Ort eine besondere Atmosphäre.
  • Am Fuß des Berges befindet sich das archäologische Museum. Hier erfährst du mehr über die Geschichte des Klosters und das Leben Hildegards von Bingen. Ausgestellt sind unter anderem historische Steinmetzarbeiten, archäologische Funde und Alltagsgegenstände aus verschiedenen Epochen.
  • Ein Museumscafé lädt während der Öffnungszeiten zu einer gemütlichen Pause ein.

Führungen und Besuchsinformationen

  • Bei einem Rundgang kannst du die Klosterruine auf eigene Faust erkunden. Für Gruppen werden Führungen angeboten, die du vorab anmelden solltest. Regelmäßig finden außerdem öffentliche Führungen statt.
  • Für Familien gibt es eine spannende Rallye, mit der auch jüngere Besucher*innen die Anlage spielerisch entdecken können.

Barrierefreiheit

  • Das Museum ist barrierefrei zugänglich. Die Klosterruine selbst ist leider nicht barrierefrei erreichbar: Vom Museum aus führt ein rund 500 Meter langer, teilweise steiler und unbefestigter Weg mit etwa 30 Höhenmetern hinauf zum Klostergelände.
  • Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Parken

  • Direkt am Museum steht ein Parkplatz für Pkw und Reisebusse zur Verfügung. Bitte parke ausschließlich auf den ausgewiesenen Stellflächen und halte den Zufahrtsweg unbedingt frei.

Ausflugstipps in der Umgebung

  • Verbinde deinen Besuch mit einem Abstecher nach Bad Sobernheim. Dort erwarten dich die historische Altstadt und das Rheinland-Pfälzische Freilichtmuseum.
  • Auch Meisenheim mit seinen gut erhaltenen Fachwerkhäusern und der spätgotischen Schlosskirche ist einen Ausflug wert.
  • Wenn du gerne wanderst, kannst du außerdem ein Stück auf dem Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg unterwegs sein, der direkt am Disibodenberg vorbeiführt.

Preise

  • Erwachsene: 5 €

  • Jugendliche, Auszubildende, Studierende, Gruppen ab zehn Personen, Menschen mit Behinderung und Rentner*innen: 4 €

  • Kinder unter 14 Jahre, Busfahrer, Reiseleiter, Begleitpersonen von Menschen mit Behinderung: frei

Bildquelle:

  • Timo Volz / Naheland-Touristik GmbH
Öffnungszeiten

Museum

  • vom 01.04. bis 01.11.
  • Samstag: 11 bis 18 Uhr
  • Sonn- und Feiertag: 11 bis 17 Uhr
  • sowie auf Anfrage geöffnet.

Lage

Unterkünfte
Gastronomie
Freizeit

Kontakt

Wir sprechen: deutsch
Inseratsnummer: 1283 (Letzte Aktualisierung: 30.10.2026)
Objektanschrift: Disibodenberg , 55571 Odernheim am Glan
Telefon