Kreis: Birkenfeld Verbandsgemeinde: Rhaunen
In ganzer Länge wird Krummenau vom Idarbach durchflossen, der unmittelbar neben der Hauptstraße dahinrauscht. Der alte Ort am Idarwald gilt heute, dank seines ungewöhnlich hohen Bevölkerungsanteils an Kindern und Jugendlichen, als ausgesprochen "junges Dorf". Krummenaus kleines evangelisches Gotteshaus von 1747 ist die älteste in einer architektonisch gleichartigen Gruppe mehrerer Hunsrücker Barockkirchen (z.B. Stipshausen und Schauren). Den wohlproportionierten Saalbau mit seinem dreiseitigen Chorschluß krönt ein stattlicher, schieferbeschlagener Dachreiter. Als wertvolles Naturdenkmal wird am östlichen Ortsrand eine der einst landschaftstypischen, doch selten gewordenen Hunsrücker Wacholderheiden gehegt und gepflegt. Von dort führen Wanderwege hinauf ins weitläufige Forstgebiet am Idarkopf sowie auch hinunter ins waldige Tal, worin der ungestüme Idarbach einst ein halbes Dutzend Wassermühlen antrieb, von denen einige, teils gut restauriert, noch vorhanden sind. Über dem nördlichen Talhang führt aus Richtung Dill und Niederweiler die römische "Ausoniusstraße" durch die Krummenauer Feldflur zum benachbarten Horbruch weiter. Dieser Reiseweg "auf antiker Trasse" wird in jüngster Zeit von immer mehr Fuß- und Radwanderern wiederentdeckt.


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