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Anschrift

Kath. Kirche St. Remaklus


53498 Waldorf

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Kirchen & Klöster



Das Patrozinium des heiligen Remaklus, des Gründers von Stablo, weist darauf hin, dass die Kirche diesem Kloster seine Entstehung verdankt.

In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurden Häuser und Kirche von Waldorf ein Raub der Flammen. Wo die erste Kirche von Waldorf stand, läßt sich schwer sagen, ob auf römischen Anlagen bei der Walburgiskapelle oder auf dem Platz der heutigen Kirche.

Die daraufhin neu errichtete Kirche war ein Bruchsteinbau aus verschiedenen Zeiten, im Kern vielleicht noch romanisch ohne Turm, 16,40 m lang und 12,40 m breit:

Das Langhaus war dreischiffig mit je einem quadratischen Pfeiler, der gerade abschließende Chor durch Vorlagen zum Hauptschiff abschnürt. Das nördliche Seitenschiff mündete in eine mit dem Chor verbundene Kapelle; im Süden hatte das Seitenschiff eine dreiseitige Apsis und der Chor eine kapellenartige Ausweitung. Im Osten befand sich ein Sakristeianbau. Haupt- und Seitenschiff hatten Flachdecken und halbrunde Fenster.

Der spätgotische, ursprünglich dreigeschossige Turm aus unverputztem Bruchsteinmauerwerk mit Eckquadern hat eine Seitenlänge von 6,80 m. In halber Höhe läuft ein Gesims. Der Eingang im Westen (Bild links) zeigt eine scharf profilierte Einfassung, geraden Sturz über abgeschrägten Ecken und oberer Rahmung auf Kopfkonsolen. In der Südwand befindet sich unten ein Ecknasenfenster, im zweiten Geschoß sitzen drei Schlitzfenster.

An der ehemaligen Glockenstube waren auf jeder Seite Schallöffnungen: auf abgefaßtem Mittelpfeiler wölbten sich zwei in der Mitte abgebrochene Doppelbögen.
Inzwischen trägt der Turm einen neuen geschieferten Aufsatz mit Helm. Im Innern hat das Erdgeschoß eine nachträglich eingezogene flache Längstonne, zum Schiff führt ein Spitzbogen.
Der spätgotische Turm, der noch erhalten ist, spricht dafür, dass die im 14. Jahrhundert untergegangene Kirche ein bedeutender Bau gewesen sein muß. Im Jahre 1743 ist die Kirche zu Ehren des heiligen Remaklus konsekriert worden.
1822 muß diese Kirche in einem äußerst schlechten Zustand gewesen sein, so dass sie 1874 durch die heutige ersetzt wurde.