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Anschrift

Allenbacher Schloss


55758 Allenbach

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Burgen & Schlösser



Vor dem sponheimischen Schloss Allenbach stand die sponheimische Burg Allenbach, 1265 anläßlich der Trennung des sponheimischen Besitzes in die vordere und hintere Grafschaft Sponheim erstmalig genannt

Der Sitz der hinteren Grafschaft Sponheim war die Starkenburg bei Trarbach an der Mosel. Von der alten Burg sind nur eine Federzeichnung aus dem Jahre 1591 und einige Eckfundamente überliefert.

Die Sponheimer starben 1437 aus.

Ihre Erben, der Markgraf zu Baden und der Pfalzgraf zu Zweibrücken erbauten 1601 aus den Quarziten, Grauwacken und Sandsteinen der Burg das heutige Schloss. Die Sandsteingewände der Schlossfenster stammen damit aus dem 12. bis 13. Jahrhundert.


Das Schloss war Sitz der Amtmänner. Die Verwaltung war bis 1776 gemeinsam badisch-pfälzisch.

1776 erfolgte die Teilung, Allenbach wurde mit Oberamt Trarbach pfälzisch. Die Allenbacher Herrschaft unterhielt im Mittelalter eine Pferdezucht.

Das Mauerwerk ist ebenerdig 1,5 m dick, im Obergeschoss 1 m. Das zweite Obergeschoss besteht aus Eichenfachwerk, mit das älteste im Hunsrück.


Das Schloss steht auf historischem Boden: Kaum erbaut, musste es den Dreißigjährigen Krieg und die Pest überstehen. Um 1680 führte der Sonnenkönig Ludwig XIV. auf dem linken Rheinufer seine Raubkriege. 1792 wurde der Hunsrück von den französischen Revolutionsheeren heimgesucht. Die Feudalherren wurden verjagt, die herrschaftlichen Liegenschaften versteigert. Allenbach gehörte in der Franzosenzeit zur maìrie Wirschweiler, canton Rhaunen, arrondissement Birkenfeld, département Sarre.

Das Allenbacher Schloss, von den Franzosen als bien national vereinnahmt, wurde 1804 versteigert. Der Hüttendirektor Sauermilch, Leiter und Teileigentümer der Allenbacher Kupferschmelzen, erwarb das Schloss für 3600 französische Goldfranken. Der Originalvertrag in französischer Sprache liegt vor.

Nach dem Auslaufen der Kupferschmelze betrieb Sauermilch im Schlossspeicher eine große Leinenweberei. Seine Erben verzogen nach Thalfang, wo sie einen Weinhandel betrieben. Im Schloss hausten 28 Dorfarme. Das Schieferdach ließ Regen durch, das Schloss drohte zu verfallen.
1898 wurde das Schloss von den 28-jährigen, ledigen Perlenhändler Max Purper aus Idar gegen ausdrücklichen Rat seiner Eltern von den Erben Sauermilch für 5600 Mark erworben. Max Purper ließ das Schloss durch einen Architekten und guten einheimischen Handwerkern 1998/99 von grund auf restaurieren. Alles Holzwerk wurde erneuert, nur die massiven eichenen Dachbalken und Unterzüge blieben erhalten.


Das Schloss diente der Familie Max Purper als Aufenthalt während der Sommerferien. Im letzten Weltkrieg war das Schloss von einer Bäckereikompanie belegt, die große Schäden anrichtete. Max Purper erreichte 1957 die Anerkennung des Denkmalschutzes für das Schloss.

Im Schloss finden am Tag der offenen Tür Führungen statt. Schloss Allenbach ist neben Burg Eltz und Schloss Gemünden das einzige bewohnbare Schloss aus dem Mittelalter im Hunsrück.

Max Purper hat mit der Erhaltung des Schlosses eine große kulturelle Leistung für seine Heimat erbracht.